Warnstreik in Niedersachsen: Fahrgemeinschaften stehen unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung

11. April 2018

Linienbus © guvh

Wenn der Warnstreik in Niedersachsen den Berufsverkehr beeinträchtigt, kommt es vielfach zu Fahrgemeinschaften. „Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die wegen des Streiks auf dem gemeinsamen Weg zur Arbeit Fahrgemeinschaften bilden, stehen unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung", so Peter Schöps, Pressesprecher des Gemeinde-Unfallversicherungsverbandes Hannover und der Landesunfallkasse Niedersachsen.

Hierbei kommt es nicht darauf an, ob die Fahrgemeinschaften regelmäßig oder nur gelegentlich, beispielsweise beim Warnstreik genutzt werden. „Versichert sind alle Fahrgemeinschaften, soweit diese auf dem Weg zur Arbeit oder Schule genutzt werden", so Schöps.

Der Versicherungsschutz ist aber auch dann zu bejahen, wenn die Mitfahrerinnen und Mitfahrer bei unterschiedlichen Arbeitgebern oder Schulen, nicht das gleiche Ziel haben. Hin- und Rückwege sowie die Umwege stehen dann ebenfalls unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Somit ist die Mitnahme der erwerbstätigen Ehefrau ebenso versichert, wie die Beförderung von unfallversicherten Schul – oder Kindergartenkindern. Einzige Voraussetzung ist, dass Fahrer und alle Mitfahrenden gesetzlich unfallversichert sind. Ausgenommen vom Versicherungsschutz sind private Umwege.

Bei versicherten Unfällen übernimmt die gesetzliche Unfallversicherung die Kosten für Heilbehandlung, Rehabilitation und Pflege. Bei dauerhaft eingeschränkter Erwerbsfähigkeit erhalten Versicherte eine entsprechende Rente.

Weitere Informationen finden Sie unter www.guvh.de oder unter www.lukn.de